Orange Wein

 

Orange Wein kann als eine der Weinarten betrachtet werden, die den historischen Weinherstellungsverfahren am ähnlichsten ist. Diese Weine werden durch eine Technik hergestellt, die schon vor Tausenden von Jahren angewendet wurde. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Vergärung mit den Schalen (Maischegärung), ähnlich wie bei Rotwein. Diese Methode war in der Antike weit verbreitet und verleiht dem Wein seine charakteristische Farbe und komplexe Aromen. Der Orange Wein erhält dadurch eine Textur, die dem Rotwein ähnelt und Tannine enthält. Gleichzeitig bewahrt er seine Frische, Saftigkeit und eine Vielfalt an Aromen.

Orange Wein wird oft mit minimaler technologischer Intervention hergestellt, was der traditionellen Weinherstellung entspricht. Dies bedeutet, dass nur wenig oder gar keine Zusatzstoffe verwendet werden und natürliche Hefen für die Gärung zum Einsatz kommen (siehe auch Naturwein). Ein weiteres traditionelles Element ist die lange Mazerationszeit, bei der die Traubenschalen über einen längeren Zeitraum mit dem Most in Kontakt bleiben. Diese Praxis war früher üblich, um die Haltbarkeit des Weins zu erhöhen und ihm mehr Struktur zu verleihen.

Wenn dann noch Tongefäße zur Vergärung zum Einsatz kommen, wie Amphoren oder Qvevris, wie vor tausenden Jahren in Georgien, wird der Orange Wein noch traditioneller und wird häufig auch Amber Wine genannt, da er sich in einem schönen Amber präsentiert. Durch diese traditionellen Techniken hat Orange Wein einen starken Bezug zu den historischen Weinherstellungsverfahren und transportiert diese in die moderne Weinwelt.

GeschmackIm Gegensatz zum oft frischen und fruchtbetonten Charakter herkömmlicher Weißweine entführt Orange Wein den Gaumen auf eine komplexe Reise voller nussiger, erdiger und tanninreicher Noten, gepaart mit einer überraschenden Vielfalt an Aromen von getrockneten Früchten, aber auch Zitrusfrucht, bis hin zu würzigen Nuancen, die das Resultat seiner besonderen Maischegärung und meist oxidativen Herstellung sind.